Jusos und GEW: Gemeinsame Ziele in der Bildungspolitik

Veröffentlicht am 12.04.2012 in Landespolitik

Bildungspolitisch auf einer Wellenlänge sind die Jusos mit der GEW. Das zeigte sich bei einem Gespräch mit Vertreterinnen der Bildungsgewerkschaft.

Der Juso-Kreisverband Main-Tauber sucht weiter das Gespräch und die Zusammenarbeit mit den DGB-Gewerkschaften. Gemeinsam mit Vertreterinnen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) diskutierten die Jusos die Bildungspolitik der grün-roten Landesregierung.

Dabei bekräftigten Jusos und GEW ihre Gemeinsamkeiten in zentralen Fragen der Bildungspolitik. Beide Organisationen begrüßen die Reformvorhaben des sozialdemokratisch geführten Kultusministeriums, unter anderem die Verankerung der Gemeinschaftsschule im Schulgesetz, die Abschaffung der verbindlichen Grundschulempfehlung sowie der Studiengebühren und den Finanzpakt mit den Kommunen zum Ausbau der Kleinkindbetreuung im Land.

Kritik üben GEW und Jusos an der Jungen Union beziehungsweise Schüler-Union im Main-Tauber-Kreis. "Das sture Festhalten am dreigliedrigen Schulsystem zementiert die Auslese und verhindert die Entkoppelung des Schulerfolgs vom sozialen Hintergrund. Wir wollen die Verwirklichung einer Schule für alle, die Chancengleichheit, individuelle Förderung und die Inklusion ermöglicht", betonten Jana Kolberg, Kreisvorsitzende und Mitglied im Landesvorstand der GEW, und der Juso-Kreisvorsitzende, Frederick Wunderle. Einig zeigten sich die beiden Verbände auch, dass die großen Widerstände gegen die Gemeinschaftsschule einerseits in Ängsten der Profiteure des gegenwärtigen Schulsystems und zum anderen in dessen historischer Verwurzelung gründen. "Historisch gewachsene Strukturen sind nicht von heute auf morgen aufzubrechen, obwohl sie sich sowohl wissenschaftlich als auch im internationalen Vergleich als überholt erwiesen haben", so die Bad Mergentheimer GEW-Vorsitzende, Sabine Behrens-Horvath. Die Reformen müssten daher in kleinen Schritten unternommen werden. Der Juso-Kreisvorsitzende Frederick Wunderle machte klar: "Wir wollen weiter Überzeugungsarbeit für eine Bildungspolitik leisten, die zu mehr Chancengleichheit und sozialer Gerechtigkeit führen soll."

 

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